Heute auf der Orthografie-Bühne: tot und Tod
Der Gärtner wurde tot(1) von Frau Grafie hinter dem Geräteschuppen gefunden. Die Beine lagen verrenkt aus den Hüftgelenken gerissen, die Augen geweitet gen Himmel gerichtet, der sich dräuend mit dunklen Wolken missmutig zeigte. In der Hand hielt das Opfer Knabenkraut. Kommissar Ortho stand nachdenklich über den Toten gebeugt. „Da hat doch einer dem Gärtner den Tod(2) geschickt, obwohl der Gärtner angeblich immer der Mörder sei, hehe.“, murmelte er schief blinzelnd seinem Kollegen Gramma neben ihm zu. Der zeigte keinen Sinn für die Anspielung auf Reinhard Meys Lied angesichts der grausam zugerichteten Leiche und empörte sich mit einem abfälligen Grunzen.
Dies ist der Beginn eines fiktiven Kriminalfalls, der auf die Unterscheidung Tod und tot einstimmen und als Beispiel dienen soll.
